Famulatur in Kenia- Abenteuer Zahnmedizin

Nicolas Mark und Christian Brauchle studieren Zahnmedizin an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz im 9. Semester. Vom 08. Februar bis 18. März reisten sie gemeinsam nach Kenia, um dort in den Projekten der Hilfsorganisation Dentists for Africa (DfA) eine Famulatur zu machen. Wir sind an einer Grundschule in Kisii, im Westen Kenias, nahe des Victoriasees. Etwa 20 kenianische Schulkinder im Grundschulalter stehen geduldig in einer Reihe. Sie warten darauf von den deutschen Studenten Nicolas Mark und Christian Brauch untersucht zu werden. Anschließend zeigen die jungen Männer mit einem Zahnputzmodell und einer Zahnbürste, wie man sich richtig die Zähne putzt. Diese Aufklärungsarbeit für Schulkinder ist Teil des Prophylaxeprogramms der Hilfsorganisation Dentists for Africa, die sich seit 20 Jahren in Kenia mit zahnärztlichen und sozialen Projekten für die Verbesserung der Lebensumstände bedürftiger Kenianer einsetzt. Bei Behandlungsbedarf werden die Kinder kostenlos in die nächstgelegene DfA-Zahnstation eingeladen. Zahnmedizin in Kenia Neben den Prophylaxe-Einsätzen an Schulen behandelten die beiden Studenten Patienten in einer der DfA-Zahnstationen in der Stadt Kisii. Manche von ihnen waren in ihrem ganzen Leben noch nie beim Zahnarzt. Vor allem die Bevölkerung entlegener ländlicher Gebiete Kenias hat kaum oder gar keinen Zugang zu zahnmedizinischer Versorgung. Rund 1.000 Zahnärzte sind für 42 Millionen Einwohner im Einsatz. Auf einen Zahnarzt kommen also 42.000 Patienten, während von der WHO ein Schlüssel von 1:7000 empfohlen wird. Allerdings praktizieren 82% aller Zahnärzte in Kenia in Großstädten und Ballungsräumen. Zahnmedizinische Probleme sind Karies, Gingivitis, Dentalfluorose sowie schlechte oder keine Mundhygiene. Oft treten in Folge der mangelnden Versorgung schwere chronische Krankheiten auf. Famulatur in Kenia Für eine Famulatur mit DfA entschieden sich die beiden Studenten wegen der besonders transparenten Strukturen und der Kontinuität, mit der die Organisation nun schon seit 20 Jahren gemeinsam mit lokalen Partnern in Kenia Entwicklungshilfe betreibt. Durch die langjährige Zusammenarbeit vor Ort sind die Projekte besonders effektiv und nachhaltig. „Bei der Befundung von ca. 600 Schulkindern konnten wir feststellen, dass der Zahnstatus und die Aufklärung bemerkenswert gut ist, was den Erfolg der bisherigen Arbeit von Dentists for Africa auf beeindruckende Art und Weise demonstriert. Zudem konnten wir feststellen, dass die Leistungen der Organisation tatsächlich in die Ausbildung neuer Fachkräfte vor Ort fließen. Von deutschen Zahnärzten und Studenten durchgeführte Weiterbildungsseminare heben außerdem zusätzlich das Niveau der Ausbildung“, sagt Nicolas Mark. Über Dentists for Africa Dentists for Africa ist eine Hilfsorganisation aus Deutschland, die in Kenia mehrere Zahnstationen betreibt, um die zahnmedizinische Versorgung der notleidenden Bevölkerung zu verbessern und dabei auch soziale Projekte betreut. Dazu gehört die Vermittlung von transparenten Patenschaften und die Witwenkooperative St. Monica Village, die von der Aids-Epidemie betroffenen Witwen ermöglicht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und sich und ihre Kinder eigenständig zu versorgen. 250 Witwen sind derzeit Mitglieder der Kooperative. Bis heute hat Dentists for Africa 13 Zahnstationen in Kenia aufgebaut und über 850 Patenschaften vermittelt. Etwa 250 Kinder haben das Patenschaftsprojekt erfolgreich abgeschlossen. Weitere Informationen finden Sie unter www.dentists-for-africa.de/de/ und auf Facebook unter www.facebook.com/dentists.africa
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Aktion Deutschland Hilft ist das Bündnis renommierter deutscher Hilfsorganisationen. Wenn schwere Katastrophen die Menschheit erschüttern, leisten wir Nothilfe. Gemeinsam, schnell und koordiniert. Jetzt einmalig spenden oder als Förderer regelmäßig helfen!
www.stiftung-hdz.de
Die Bundeszahnärztekammer ist Schirmherrin der Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte, der größten zahnärztlichen Hilfsorganisation: Hilfswerk Deutscher Zahnärzte
www.dentalmuseum.eu
Hier wird das Gedächtnis der internationalen Zahnheilkunde bewahrt und wissenschaftlich seit der Gründung vor 15 Jahren aufgearbeitet. Heute befinden sich hier mehr als 680 private Sammlungen und Bewahrtes bis sieben Generationen zurückreichend. Werden Sie Fördermitglied.
www.apobank.de
die Bank für Heilberufe
www.fvdz.de
Die größte freie zahnärztliche Interessenvertretung
www.bzaek.de
Die zahnärztliche Organisation aller Zahnmediziner
www.kzbv.de
Die Vertetung aller Kassenzahnäzte
www.lennmed.de
lennmed.de Rechtsanwälte ist eine im Bereich der Heilberufe tätige Kanzlei
www.waizmanntabelle.de
Großer Vergleich von Zahnzusatzversicherungen