ZApprO: Bundesrat will neuen Anlauf zur Verabschiedung unternehmen

Nachdem es zwischenzeitlich so aussah, als wäre die Novellierung der über 60 Jahre alten Approbationsordnung vom Tisch, scheint das Thema nun wieder Fahrt aufzunehmen. Die Bundeszahnärztekammer unterstützt die neuen Initiativen auf der Ebene der Bundesländer bezüglich einer neuen Approbationsordnung für Zahnärzte (ZApprO). Wie die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) mitteilt, liegt ihr ein Papier des Medizinischen Fakultätentages „Novellierung AOZ“ vom 21. Februar 2019 sowie die Empfehlungen des Gesundheitsausschusses des Bundesrats zum Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) vom 1. März 2019 vor, die beide dem Vernehmen nach einem aktuellen Papier einer Arbeitsgruppe aus Länder-Gesundheitsministerien entsprechen. In diesem Papier wird der bisherige Bundesratsentwurf dahingehend verändert, dass die Integration von Medizin und Zahnmedizin im vorklinischen Studienabschnitt zunächst bis zum Masterplan 2020 verschoben werden soll. Gesundheitsausschuss des Bundesrats empfiehlt ZApprO bedarf der Überarbeitung Der Gesundheitsausschuss des Bundesrats empfiehlt, die Zahnärztliche Approbationsordnung dringend zu überarbeiten. Ohne die Zustimmung des Bundesrats sollte es keinen Erlass der ZApprO geben. "Die Integration von Medizin und Zahnmedizin bleibt für die Bundes- und Landeszahnärztekammern weiterhin eine zentrale Forderung", schreibt die BZÄK. "Unter der Voraussetzung, dass die Zahnmedizin bei den Entwicklungen zum Masterplan 2020 intensiv involviert wird, könnte dieser Vorschlag sinnvoll sein." Die BZÄK unterstütze daher die neuen Initiativen auf der Ebene der Bundesländer bezüglich einer neuen Approbationsordnung für Zahnärzte (ZApprO). Als wichtige Voraussetzungen blieben, dass "die aktuellen Vorschläge ausreichend finanziert werden können und dass zahntechnischen Inhalte des Studiums in ausreichender Form erhalten bleiben". Ebenso unabdingbar sei die Umsetzung der Regelungen zu Durchführung und Inhalt der Eignungsprüfung und der Kenntnisprüfung sowie zu Erteilung und Verlängerung der Berufserlaubnis nach dem Zahnheilkundegesetz bereits im ersten Schritt. Warum die Approbationsordnung von 1955 dringend novelliert werden muss: Die Zahnmedizin heute hat wenig mit der Zahnmedizin von 1955 zu tun, dem Jahr, als die letzte Neufassung der Approbationsordnung für Zahnärzte entstand. Damals standen Kariesfolgen, Füllungen, Zahnentfernung und Prothesen im Vordergrund. Heute sind es Prävention, Parodontologie und Alterszahnmedizin. 1955 waren 14,6 Prozent der Bevölkerung 60 Jahre und älter, heute sind es 21,7 Prozent. Der Anteil der über 80-Jährigen hat sich verfünffacht. Darum benötigen wir dringend Impulse an die Hochschule, aktuelle Inhalte viel intensiver zu berücksichtigen. Der derzeitige Vorschlag zur Novelle der Zahnärztlichen Approbationsordnung wird vieles verbessern: • Zahnärztliche Prävention wird zum wichtigen Schwerpunkt des Studiums und bereits in frühen Semestern vermittelt. • Integrierte Behandlungskurse stellen den Patienten in den Vordergrund und nicht den Abteilungszuschnitt. • Die vierwöchige Famulatur gibt Gelegenheit, praktische Erfahrungen auch in der Alterszahnmedizin zu sammeln. Überdies beinhaltet die Novelle dringend notwendige Klarstellungen bei der Eignungs- und Kenntnisprüfung (sog. Gleichwertigkeitsprüfung) für die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Bereich der Zahnmedizin. zm-online.de
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