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FVDZ fordert mehr Datensicherheit und weniger Bevormundung

Nutzen und Grenzen der Digitalisierung im Gesundheitswesen sowie der jüngste weltweite Skandal um frei zugängliche Gesundheitsdaten tausender Patienten im Internet standen bei einem gesundheitspolitischen Fachgespräch zwischen Bundestagsabgeordneten der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen sowie ärztlichen und zahnärztlichen Experten im Mittelpunkt. „Als Freier Verband lehnen wir die zentrale Speicherung von Patientendaten klar ab“, betonte der Bundesvorsitzende des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte, Harald Schrader, bei dem Gespräch in Mölln. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Konstantin von Notz, bekräftigte, dass der Schutz der Privatsphäre oberstes Gebot sei. „Der Patient muss immer Souverän seiner Daten bleiben“, sagte Schrader. Datenschutz, Datensicherheit und auch die informationelle Selbstbestimmung der Patienten müssten jederzeit Vorrang haben vor einer unklaren und mitunter offenbar auch unsicheren Datensammlung. Es sei vor allem auch eine Frage der Haftung, der sich Zahnärzte und Ärzte stellen müssten, wenn Daten ungeschützt im Netz auftauchten oder durch kriminelle Zugriffe gehackt würden. Grünen-Gesundheitspolitikerin und Kandidatin für den Fraktionsvorsitz, Kirsten Kappert-Gonther, betonte in diesem Zusammenhang, dass die Grünen diese Thematik bereits aufgegriffen hätten. Der FVDZ-Chef machte deutlich, dass auch die Weitergabe und Nutzung von Patientendaten zu Forschungszwecken, zu der die Krankenkassen durch das neue Digitale Versorgung-Gesetz (DVG) ermächtigt werden, kritisch zu sehen sei. Die jüngsten Digitalisierungsbestrebungen der Bundesregierung, wie die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU), dienten zudem nicht dem Patientenschutz und der Vereinfachung von Abläufen, kritisierte Schrader. „Es liegt nicht in der Hand des Arztes oder Zahnarztes diese Bescheinigungen an die Kasse oder den Arbeitgeber weiterzugeben, sondern in der Verantwortung des Patienten.“ Mit der elektronischen AU werde dem Patienten die Entscheidung abgenommen, wann er wen von einer Erkrankung oder Arbeitsunfähigkeit informieren will. „Für den Freien Verband stellt dies eine Bevormundung des Patienten dar, die wir nicht im Einklang mit der Selbstverantwortung und Souveränität des Patienten sehen.“ Der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) ist der größte unabhängige Berufsverband in Deutschland. Anders als die zahnärztlichen Körperschaften (Kammern und Kassenzahnärztliche Vereinigungen) unterliegt der FVDZ keinerlei staatlicher Aufsicht und Kontrolle. Er handelt politisch frei und unabhängig. Seine Aufgabe sieht er darin, alternative Handlungsoptionen für Zahnärzte für ein zukunftsfähiges Gesundheitswesen zu entwickeln. Er engagiert sich für zahnärztliche Therapiefreiheit, Offenheit moderner zahnärztlicher Methoden für alle Patienten, Prophylaxeförderung, mehr Eigenverantwortung für Patienten und Zahnärzte sowie eine solide Finanzierung der Zahnheilkunde. www.fvdz.de
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