Ihre E-Mail :
Abonnement starten
Abonnement kündigen
TSVG - Die Lunte brennt bereits

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn legt politisches Feuer an eine Lunte, die das deutsche Gesundheitswesen endgültig zur Explosion bringen könnte. Davon sind zumindest die Verantwortlichen der Interessengemeinschaft Medizin (IG Med) angesichts der ersten Lesung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes im Bundestag überzeugt. Die Situation wird in der Tat zunehmend brenzliger – denn auch bei den Ärzten werden die Auswirkungen der Demographie in Deutschland spürbar. Rund 30 Prozent der niedergelassenen Ärzte stehen inzwischen an der Grenze zum Rentenalter oder haben diese bereits überschritten. „Ein Gesetz, das nur noch auf Zwang und Gängelung setzt, dürfte manchen Arzt veranlassen, sich aus dem System noch früher in den Ruhestand zu verabschieden“, ist die 1. Vorsitzende der IG Med, Dr. med. Ilka M. Enger, sicher: „Das wiederum würde zum Brandbeschleuniger für einen Ärztemangel werden, der dann nicht mehr nur die ländlichen Regionen, sondern auch die Städte bedroht.“ Verwundert ist die IG Med insbesondere darüber, dass der Bundesgesundheitsminister die Bedrohungen aus dieser Lage offenbar auf die leichte Schulter nimmt und weiterhin standhaft jede ernsthaften Gespräche mit den Vertretern der ärztlichen Basis verweigert. „Minister Spahn missachtet die nötige freie Berufsausübung der Ärzte, indem er sich als Gesetzgeber in die Terminplanung der Praxen einmischt, ärztliche Arbeitszeiten diktieren will und damit eine flexible Organisation für unsere Patienten unmöglich macht“, erklärt Steffen Grüner, 1. stellvertretender Vorsitzender der IG Med. „Damit wird aus dem patientenorientierten freien Arztberuf eine staatlich verordnete Scheinselbständigkeit.“ Genau dies liege aber auch nicht im Interesse der Patienten, so die IG Med. Insbesondere chronisch kranke Menschen, die auf möglichst ununterbrochene Zuwendung am nötigsten angewiesen sind, seien durch die neuen Regelungen in ihrer Gesundheit ganz konkret gefährdet. „Menschen mit Bagatellsymptomen, die zu amtlichen Kernarbeitszeiten Arztbesuche darstellen können, verdrängen dann intensiver Behandlungsbedürftige“, so Dr. Enger. Es sei daher Zeit für zivilen Ungehorsam gegen diese Art der Gesetzgebung. „Es war niemals leichter, sich dieser gesetzgeberischen Übergriffigkeit zu widersetzen. Wir müssen lediglich „NICHTS TUN“, verweist Enger auf einen offenen Brief an den Minister, der inzwischen von über 7.500 Unterstützern unterzeichnet wurde. „Wer unverantwortlich in unserem Gesundheitswesen zündelt wie Herr Spahn, der muss auch mit Gegenfeuer rechnen. Das könnte in den nächsten Monaten und in den Landtagswahlkämpfen ein heißer Nebenkriegsschauplatz werden.“ www.ig-med.de
Links
www.aktion-deutschland-hilft.de
Aktion Deutschland Hilft ist das Bündnis renommierter deutscher Hilfsorganisationen. Wenn schwere Katastrophen die Menschheit erschüttern, leisten wir Nothilfe. Gemeinsam, schnell und koordiniert. Jetzt einmalig spenden oder als Förderer regelmäßig helfen!
www.stiftung-hdz.de
Die Bundeszahnärztekammer ist Schirmherrin der Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte, der größten zahnärztlichen Hilfsorganisation: Hilfswerk Deutscher Zahnärzte
www.dentalmuseum.eu
Hier wird das Gedächtnis der internationalen Zahnheilkunde bewahrt und wissenschaftlich seit der Gründung vor 15 Jahren aufgearbeitet. Heute befinden sich hier mehr als 680 private Sammlungen und Bewahrtes bis sieben Generationen zurückreichend. Werden Sie Fördermitglied.
www.apobank.de
die Bank für Heilberufe
www.fvdz.de
Die größte freie zahnärztliche Interessenvertretung
www.bzaek.de
Die zahnärztliche Organisation aller Zahnmediziner
www.kzbv.de
Die Vertetung aller Kassenzahnäzte
www.lennmed.de
lennmed.de Rechtsanwälte ist eine im Bereich der Heilberufe tätige Kanzlei
www.waizmanntabelle.de
Großer Vergleich von Zahnzusatzversicherungen