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Gründung der IG Med e.V.

Am 01.06.2018 wurde von 104 anwesenden selbstständigen Ärzten und Zahnärzten in Frankfurt am Main die „Interessengemeinschaft Medizin“ gegründet, um zukünftig in einem unabhängigen Verband die Interessen der heilberuflich Tätigen in der Öffentlichkeit und im Kreis der im Gesundheitswesen dieses Landes agierenden Gehör zu verschaffen. Die bereits jetzt vor liegenden ca. 300 Anfragen hinsichtlich einer Mitgliedschaft in der IG Med e.V. weisen auf ein hohes Interesse in den selbständigen Heilberufen hin. Neben der Verlautbarung dieser Gründung teilen wir Ihnen heute mit, welche Gründe zur Schaffung der IG Med e.V. führten: In den letzten 20 Jahren wurde das deutsche Gesundheitssystem kaputtgespart. In jedem Bereich – sei es die ärztliche Versorgung, sei es die Arzneimittelversorgung durch die Apotheken, sei es die Geburtshilfe oder die Pflege wurden gesetzgeberische Maßnahmen ergriffen, um eine „Leistungsausweitung“ zu bekämpfen und „Kostendämpfung“ zu betreiben. Die „Erfolge dieser rein ökonomisch ausgelegten Gesundheitspolitik sehen wir heute in Form des Personalmangels an jeder Ecke des Gesundheitswesens. In spätestens 5 Jahren beginnt der Exodus einer frustrierten, weil bis aufs Blut ausgenutzten Ärzteschaft – und zwar sowohl bei den Hausärzten, den Fachärzten als auch bei den Zahnärzten. Selbständige Hebammen geben ihren Beruf auf, weil sie damit ihren Lebensunterhalt nicht mehr verdienen können. Wir erleben derzeit gerade auf dem Land ein Apothekensterben und die Physiotherapeuten können ebenfalls durch den politisch verordneten Sparwahn der Krankenkassen ihre Behandlung nicht mehr anbieten und schließen teilweise ihre Praxen. Aus diesem Grund beginnt die „IG Med“, die im medizinischen Bereich tätigen Selbständigen in einer Bewegung zu vereinen und die Forderungen der selbständig tätigen Heilberufler zu bündeln. Unsere Forderungen sind: 1. Wir erwarten von der Regierung eine unserer Leistung angemessene Vergütung für die Arbeit am und für den Patienten. 2. Wir erwarten Rahmenbedingungen für unsere Arbeit, die es uns ermöglicht für die Patienten tätig zu werden, ohne dass wir beständig juristische oder finanzielle Sanktionen zu fürchten haben und beständig einer immer weiter wachsenden Kontrollbürokratie unterworfen werden. 3. Wir erwarten von unserer Regierung, dass das SGB V auf den Prüfstand kommt und dergestalt verändert wird, dass Patienten wieder eigenverantwortlich für ihre Gesundheit werden und nicht dem Diktat der Krankenkassen unterworfen werden. Wir erwarten Veränderungen, die uns in der Heilkunde Tätigen unsere Grundrechte zurückgeben, die wir mit Hinweis auf die Gemeinwohlverpflichtung eingebüßt haben. Wir sind der Ansicht, dass unsere Vorväter sich in einem ungeschriebenen Gesellschaftsvertrag mit der deutschen Zivilgesellschaft und dem deutschen Staat begeben haben, der unseren Pflichten, die Bevölkerung medizinisch zu versorgen, auch Rechte gegenüber gestellt hat. Der Staat hat sich auch uns gegenüber in Pflichten begeben, die in den letzten Jahren beständig durch neue gesetzgeberische Eingriffe gebrochen und so verändert wurden, dass die Geschäftsgrundlage für den „medizinischen Gesellschaftsvertrag“ nicht mehr bestehen. Deshalb braucht es unseres Erachtens nicht Veränderungen im Kleinen, die mit leichter Hand mal hier ein bisschen Geld und dort ein paar Erleichterungen verteilen, sondern eine grundsätzliche Diskussion um die Gesundheitsversorgung in Deutschland mit der Durchsetzung einer gleichmäßigen Verteilung von Lasten, Pflichten, Rechten und Ausgleich für die Betroffenen. Wir, die Interessengemeinschaft Medizin – IG Med, bieten allen im Gesundheitswesen tätigen Verantwortlichen an unsere Vorstellungen konstruktiv an einer einvernehmlichen Lösung zu arbeiten. Allerdings sind Ärzte, Zahnärzte und alle weiteren in der medizinischen Versorgung tätigen inzwischen des Wartens auf Besserung müde und wir sehen, dass auf unserem Rücken ein marodes Gesundheitswesen mehr schlecht als Recht mit Zwangsmaßnahmen Aufrechterhalten wird. Und damit ergibt sich für uns auch die Pflicht – auch im Interesse unserer kranken Patienten – dort Widerstand zu leisten, wo wir eine Bedrohung für unsere Patienten, unsere Mitarbeiter und unsere Praxen sehen. Vorstand der IG Med e.V. Dr. Ilka M. Enger, Fachärztin für Innere Medizin in Neutraubling Dr. Med. Steffen Grüner, Facharzt für Allgemeinmediziner in Osnabrück Dr. Med. Dent. Annette Apel, Zahnärztin in Göttingen Dr. Med. Christian Kegel, Facharzt für Chirurgie in Fulda (Schriftführer) Bernhard Salomon, Facharzt für Rehabilitative Medizin in Weiden (Schatzmeister).
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Aktion Deutschland Hilft ist das Bündnis renommierter deutscher Hilfsorganisationen. Wenn schwere Katastrophen die Menschheit erschüttern, leisten wir Nothilfe. Gemeinsam, schnell und koordiniert. Jetzt einmalig spenden oder als Förderer regelmäßig helfen!
www.stiftung-hdz.de
Die Bundeszahnärztekammer ist Schirmherrin der Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte, der größten zahnärztlichen Hilfsorganisation: Hilfswerk Deutscher Zahnärzte
www.dentalmuseum.eu
Hier wird das Gedächtnis der internationalen Zahnheilkunde bewahrt und wissenschaftlich seit der Gründung vor 15 Jahren aufgearbeitet. Heute befinden sich hier mehr als 680 private Sammlungen und Bewahrtes bis sieben Generationen zurückreichend. Werden Sie Fördermitglied.
www.apobank.de
die Bank für Heilberufe
www.fvdz.de
Die größte freie zahnärztliche Interessenvertretung
www.bzaek.de
Die zahnärztliche Organisation aller Zahnmediziner
www.kzbv.de
Die Vertetung aller Kassenzahnäzte
www.lennmed.de
lennmed.de Rechtsanwälte ist eine im Bereich der Heilberufe tätige Kanzlei
www.waizmanntabelle.de
Großer Vergleich von Zahnzusatzversicherungen