Ihre E-Mail :
Abonnement starten
Abonnement kündigen
Shitstorm bei Jameda

Ein schleswig-holsteinischer Zahnarzt sah sich plötzlich einem „Shitstorm“ auf dem Ärzte-Bewertungsportal „Jameda“ ausgesetzt. Entgegen einiger bestehender sehr guten Bewertungen hatte sich ein Patient äußerst negativ geäußert und in allen Kategorien die Note Sechs verteilt. Was war passiert? Der Patient hatte nach wiederholtem Terminversäumnis ohne Absage bzw. Entschuldigung von dem betroffenen Zahnarzt eine Rechnung über einen Kostenanteil von 50 EUR für den letzten Terminausfall erhalten. Rechtliche Grundlage für die Rechnungstellung war ein von ihm selbst unterzeichnetes Schriftstück, das diese Sanktion ausdrücklich vorsah. Dieser Patient erschien darauf hin aufgebracht in der Praxis, um sich über die Rechnung zu beschweren. Der Zahnarzt nahm sich selbst die Zeit, die Umstände zu erläutern, die zu der Rechnung geführt hatten und verwies dabei auch auf die dem Patienten bekannte Rechtslage. Der Patient erklärte daraufhin in der Rezeption vor Zeugen, er werde sich mit schlechten Bewertungen auf Ärzteportalen rächen. So geschah es dann auch tags darauf. Der Patient bezichtigte den Zahnarzt der Unfreundlichkeit und Inkompetenz und verteilte die schlechtesten Noten auch für Bereiche, die mit der Behandlung nichts zu tun hatten. Zusätzlich behauptete er, an demselben Zahn sei fünfmal eine Füllung wieder herausgefallen. Darüber hinaus forderte er die Nutzer des Portals dazu auf, eine andere Praxis für die Zahnbehandlung aufzusuchen. Weil sich der Patient in seiner Bewertung auch über die 50-Euro-Rechnung beschwerte, war die Zuordnung des Portaleintrags aufgrund des Inhalts und der Ankündigung eindeutig. Der betroffene Zahnarzt sah sich in seinen Rechten verletzt und zu Unrecht seinen Ruf beschädigt: Es lagen falsche Tatsachenbehauptungen vor, denn eine Füllung war keineswegs fünfmal heraus gefallen. Vielmehr hatte sich der Patient in die Praxis zu einer Wurzelbehandlung begeben, die er bereits alio loco abgebrochen hatte. Der Zahn war zwischenzeitlich nach medikamentösen Einlagen mehrfach provisorisch verschlossen worden. Dieses Provisorium hatte auch deshalb nicht immer gehalten, weil der Patient Termine zur Weiterbehandlung mehrfach versäumte. Behebung des Streitfalles Diesen Sachverhalt hat der Zahnarzt dem Patienten per Ausdruck seiner Dokumentation nachgewiesen und ihn ultimativ aufgefordert, den Eintrag innerhalb einer Woche löschen zu lassen, anderenfalls sähe er sich zu einer Strafanzeige wegen Verleumdung gezwungen. Das wirkte. Nach einem weiteren Telefonat zwischen Zahnarzt und Patient willigte dieser angesichts eines drohenden Rechtsstreits ein und ließ den Eintrag löschen. Die 50 Euro wurden bezahlt. Quelle: Zahnärzteblatt SH, ZÄK SH
Links
www.aktion-deutschland-hilft.de
Aktion Deutschland Hilft ist das Bündnis renommierter deutscher Hilfsorganisationen. Wenn schwere Katastrophen die Menschheit erschüttern, leisten wir Nothilfe. Gemeinsam, schnell und koordiniert. Jetzt einmalig spenden oder als Förderer regelmäßig helfen!
www.stiftung-hdz.de
Die Bundeszahnärztekammer ist Schirmherrin der Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte, der größten zahnärztlichen Hilfsorganisation: Hilfswerk Deutscher Zahnärzte
www.dentalmuseum.eu
Hier wird das Gedächtnis der internationalen Zahnheilkunde bewahrt und wissenschaftlich seit der Gründung vor 15 Jahren aufgearbeitet. Heute befinden sich hier mehr als 680 private Sammlungen und Bewahrtes bis sieben Generationen zurückreichend. Werden Sie Fördermitglied.
www.apobank.de
die Bank für Heilberufe
www.fvdz.de
Die größte freie zahnärztliche Interessenvertretung
www.bzaek.de
Die zahnärztliche Organisation aller Zahnmediziner
www.kzbv.de
Die Vertetung aller Kassenzahnäzte
www.lennmed.de
lennmed.de Rechtsanwälte ist eine im Bereich der Heilberufe tätige Kanzlei
www.waizmanntabelle.de
Großer Vergleich von Zahnzusatzversicherungen