Ihre E-Mail :
Abonnement starten
Abonnement kündigen
Podiumsdiskussion beim Zahnärzte-Sommerkongress: Gesundheitspolitik nach der Wahl

Was erwartet Patienten und Zahnärzte gesundheitspolitisch nach der Bundestagswahl? Das war die Grundfrage der Diskussionsrunde zum berufspolitischen Tag des Zahnärzte-Sommerkongresses des Freien Verbandes Deutscher Zahnärzte (FVDZ) auf Usedom, die in diesem Wahlkampfjahr besonders hochkarätig besetzt war. Der FVDZ-Bundesvorsitzende Harald Schrader sprach in Heringsdorf mit den Bundestagsabgeordneten Dietrich Monstadt (CDU), Sonja Steffen (SPD), Birgit Wöllert (Die Linke), sowie mit der ehemaligen Bundestagsabgeordneten Christine Aschenberg-Dugnus (FDP) über das vom FVDZ entwickelte zahnmedizinische Versorgungsmodell zur Stärkung der Patientensouveränität sowie über die gesundheitspolitischen Herausforderungen in den nächsten Jahren. Während das FVDZ-Modell auf der Stärkung der Eigenverantwortung für die eigene Gesundheit beruht, plädierten die SPD- und Linken-Abgeordneten auf dem Podium erwartungsgemäß für eine Einführung einer Bürgerversicherung für alle. Steffen trat für eine einheitliche Honorarordnung ein, allerdings unter Beibehaltung der vielfältigen Möglichkeiten zur Zusatzversicherung und Zusatzleistungen. „Es ist ein dickes Brett, das wir da bohren wollen“, sagte sie. Das FVDZ-Modell hält sie in dieser Hinsicht für „geradezu optimal“ integrierbar. Wöllert dagegen will eine Regelversorgung für alle in der gesetzlichen Krankenversicherung – ohne Wenn und Aber. Auch wenn CDU-Gesundheitspolitiker Monstadt Reformbedarf im Gesundheitssystem sieht, entwickelte er wenig Zuneigung zu dieser Art der Reformvorhaben. Er betonte klar, dass es mit ihm nach der Wahl keine Bürgerversicherung geben werde. Aufgeschlossen zeigte er sich hingegen gegenüber dem FVDZ-Modell. Es sei jedoch Sache der Selbstverwaltung, Modelle zur Weiterentwicklung des dualen Systems vorzulegen. Auch Aschenberg-Dugnus machte sich für ein Nebeneinander der privaten und gesetzlichen Krankenversicherung stark und bezeichnete die Diskussion über die Bürgerversicherung als „Scheindebatte“. Wo und wie sich die Menschen versichern, sollte jeder selbst entscheiden können. Der FVDZ-Bundesvorsitzende Schrader betonte dazu: „Wir brauchen individuelle Lösungen für individuelle Probleme.“ Das Modell des Freien Verbandes ebne den Weg zu mehr Eigenverantwortung und einer gerechten Versorgung. Die Politik allerdings müsse den Menschen auch Zugang zu einer besseren Leistung gestatten. Trotz aller politischen Gegensätze auf dem Podium, waren sich die Teilnehmer am Ende der Runde in einem Punkt einig: Nur mit echter Reform ist ein demografiefestes System für die Zukunft zu ermöglichen. www.fvdz.de
Links
www.aktion-deutschland-hilft.de
Aktion Deutschland Hilft ist das Bündnis renommierter deutscher Hilfsorganisationen. Wenn schwere Katastrophen die Menschheit erschüttern, leisten wir Nothilfe. Gemeinsam, schnell und koordiniert. Jetzt einmalig spenden oder als Förderer regelmäßig helfen!
www.stiftung-hdz.de
Die Bundeszahnärztekammer ist Schirmherrin der Stiftung Hilfswerk Deutscher Zahnärzte, der größten zahnärztlichen Hilfsorganisation: Hilfswerk Deutscher Zahnärzte
www.dentalmuseum.eu
Hier wird das Gedächtnis der internationalen Zahnheilkunde bewahrt und wissenschaftlich seit der Gründung vor 15 Jahren aufgearbeitet. Heute befinden sich hier mehr als 680 private Sammlungen und Bewahrtes bis sieben Generationen zurückreichend. Werden Sie Fördermitglied.
www.apobank.de
die Bank für Heilberufe
www.fvdz.de
Die größte freie zahnärztliche Interessenvertretung
www.bzaek.de
Die zahnärztliche Organisation aller Zahnmediziner
www.kzbv.de
Die Vertetung aller Kassenzahnäzte
www.lennmed.de
lennmed.de Rechtsanwälte ist eine im Bereich der Heilberufe tätige Kanzlei
www.waizmanntabelle.de
Großer Vergleich von Zahnzusatzversicherungen