Einsatz von Dentalamalgam

Die Bundesregierung will darauf hinwirken, "den Einsatz von Amalgam in der Zahnbehandlung weiter zu senken und auf unverzichtbare Spezialfälle zu beschränken". Dazu soll eine Kombination verschiedener Maßnahmen in Kooperation mit den relevanten Akteuren beitragen. 

Das geht aus dem "Nationalen Aktionsplan der Bundesregierung zu schrittweisen Verringerung von Dentalamalgam" hervor, der als Unterrichtung (Bundestagsdrucksache 19/11795) vorliegt. Ein weiteres Ziel ist demnach, den Eintrag von Quecksilber in Fließgewässer über die Abwässer weiter zu senken. Konkret benennt die Bundesregierung unter anderem Prävention im Bereich Mundgesundheit, Ausbildung und Schulung zahnärztlichen Personals sowie die Information der Öffentlichkeit als Maßnahmen zur Verringerung des Einsatzes von Dentalamalgam. Die Vorlage des nationalen Aktionsplans ist eine Vorgabe der EU-Quecksilber-Verordnung. 

Laut Unterrichtung liegen aktuell "keine nachverfolgbaren statistischen Daten zum Einsatz von Amalgam oder von anderen Füllungsmaterialien" vor. Nach vorliegenden Informationen, die auf "verstreut vorliegenden Anmerkungen und Aussagen" beruhten, "ist der Marktanteil von Amalgam von 1985 bis 2017 von etwa 70 Prozent auf fünf Prozent gefallen". "Zu beachten ist, dass es sich hierbei um Angaben zu den kostenmäßigen Anteilen am Gesamtmarktvolumen handelt. Da Dentalamalgam je Füllung kostengünstiger ist als Kompositwerkstoffe, kann der Anteil bei gelegten Füllungen etwas höher sein als der Marktanteil", führt die Bundesregierung dazu aus.

HIB 02.08.2019