Medizinische Versorgungszentren (MVZ): Spahn signalisiert Gesprächsbereitschaft

Das Thema MVZ ist allgegenwärtig und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist dazu offenbar gesprächsbereit. Das berichtete zumindest sein Parteifreund Rudolf Henke, Vorsitzender des Marburger Bundes (MB) auf der Pressekonferenz anlässlich der MB-Hauptversammlung. 

Spahn will sich demnach im Januar mit Akteuren aus dem Bereich MVZ treffen, um über vielleicht notwendige Korrekturen am Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zu sprechen. Henke erklärte, er sei optimistisch, dass bis März noch über Änderungen im Gesetz beraten werde, damit die Macht von Großinvestoren begrenzt wird. Gleichzeitig forderte Henke KVen, KZVen sowie Berufsverbände auf, nochmal Beschlüsse zu dieser Thematik einzubringen. Man müsse „kapitalistischen Kommerzialisierungstendenzen“ Widerstand leisten. „Da muss der Gesetzgeber beim TSVG nochmal ran“, so Henke. 

Die Kammerversammlung der Zahnärztekammer Schleswig-Holstein fasste einstimmig mehrere entsprechende Beschlüsse, „Wenn wir wissen, welche Folgen die Zulassung von private-equity finanzierten MVZs auf die Versorgung hat, dann gibt es keinen Grund, von unserer Forderung abzurücken“, erklärte dazu der Bundesvorsitzende Harald Schrader. „Die Fehlentscheidung muss zurückgenommen werden!“. 

Quelle: änd, jh